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Kurban

Wie feiern Muslime in Deutschland das Opferfest?

Das Opferfest ist das höchste muslimische Fest. Zur gleichen Zeit fällt der Hadsch in Saudi-Arabien. Wie feiern aber eigentlich Muslime in Deutschland das Opferfest? Ein Einblick in eine Welt, die für die Muslime in Deutschland viel bedeutet.

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Während die Hadsch-Anwärter heute den emotionalen Höhepunkt ihrer Pilgerfahrt mit dem Ausharren auf der Ebene von Arafat erleben, bereiten sich Muslime in Deutschland auf das morgen beginnende viertägige Opferfest vor.

„Wir haben am Wochenende viele Süßigkeiten und Gebäck vorbereitet “, erzählt die 16-jährige Safınaz und zeigt stolz auf ihre Baklavakreation. Die Schülerin hat zusammen mit ihrer Mutter über das Wochenende gebacken und gekocht. Zu den Festtagen werden viele Besucher erwartet. „Natürlich gibt es dann dazu noch Fleisch“, ergänzt Mutter Ayşe.

Fleisch zum Opferfest

Um das Fleisch kümmert sich Vater Muharrem. Er hat sich mit mehreren Freunden zusammengetan und den Kauf einer großen Kuh bei einem bekannten Schlachtbetrieb beschlossen. Die Schächtung erfolgt erst nach dem Festgebet. „Das ist Tradition“, sagt Muharrem und ergänzt: „Das machen wir schon seit Jahrzehnten so. Aber es hat sich doch einiges geändert.“ So zum Beispiel auch die Vorschriften für das Schächten von Tieren.

In Deutschland ist betäubungsloses Schächten seit einigen Jahren für die Muslime so gut wie unmöglich. Die gesetzlichen Bestimmungen erlauben zwar eine betäubungslose Schächtung aus religiösen Gründen, aber nur mit Sondererlaubnis und auch unter kaum erfüllbaren Auflagen.

„Einen Teil des Fleisches behalten wir für uns, dass meiste geht an Nachbarn, Verwandte, Freunde aber vor allem an die Bedürftigen“, erzählt Muharrem. Und davon gibt es in seiner Umgebung doch so einige. So hat er erst unlängst über die Sorgen von jungen Studenten in einem benachbarten Wohnheim gehört und will diesen noch kurz vor dem Fest unter die Arme greifen.

Keine Schule

Sohn Hakan ist heute noch in der Schule. Aber morgen hat er frei. Er hat sich mit einem formlosen schriftlichen Antrag vom Unterricht für den ersten Tag des Opferfestes befreien lassen. Das ist in ganz Deutschland möglich. In Hamburg und Bremen, wo ein Staatsvertrag mit den muslimischen Religionsgemeinschaften existiert, sogar gesetzlich festgelegt.

Arbeitnehmer wie Muharrem müssen sich aber viel früher um einen Urlaub während des Opferfestes kümmern. „Ich hab den Antrag schon im letzten Jahr eingereicht“, sagt der Vater. Er arbeitet in der Produktion eines großen Autoherstellers. Sein Chef hat seinen Urlaub bewilligt, auch weil er um die Religiosität von Muharrem weiß.

Gebet und Fest

Dienstagmorgen wollen Vater und Sohn gemeinsam zur benachbarten Moschee. Bereits heute werden die Kleidungen für die Festtage vorbereitet. Hemden und Hosen werden gebügelt, Röcke und Blusen um Accessoires ergänzt.

Vater und Sohn müssen am Festgebet teilnehmen, während es den Frauen freigestellt ist. Mutter Ayşe bleibt lieber Zuhause. „Zu voll“, sagt sie während Tochter Safınaz plant, am Gebet teilzunehmen: „Ist doch mal was Anderes.“ Ayşe will das Essen für die Familie vorbereiten, während alle in der Moschee sind. „Nach dem Gebet haben wir ein ganz großes Frühstück. Da gratuliert man sich auch gegenseitig zum Fest.“

Im Laufe des Opferfestes klopfen viele junge Kinder an die Haustür der Familie und bekommen Taschengeld oder Süßigkeiten. Bekannte kommen zum Tee und Essen vorbei – es wird über alte Zeiten gesprochen. Die Nachbarn, Ältere und kranke Menschen werden während der Festtage besucht. Das Opferfest der Muslime, es sind Tage der Zusammenkunft und Solidarität.