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Imame

Schulungen für den Dienst in Deutschland

Seit Jahrzehnten schickt die Türkei Imame nach Deutschland. Vor einigen Jahren dann die Änderung: Imame müssen jetzt, vor ihrem Dienst in der Ferne, die Sprache und Kultur des Landes kennenlernen. Und die Religionsgemeinschaften setzen auf eine islamische Theologie in Deutschland.

21
09
2013
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Nach Beginn der Arbeitsmigration, in deren Folge türkische Gastarbeiter nach Deutschland kamen und hier heimisch wurden, entschloss sich die Türkei im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch Geistliche nach Deutschland zu senden. Der Bedarf an spiritueller und geistig-religiöser Führung war durch die Arbeitsmigration enorm gestiegen. Seit jeher kommen jedes Jahr mehrere Dutzend Imame aus der Türkei nach Deutschland. Sie engagieren sich für einige Jahre in einer Gemeinde und kehren zurück in die Heimat.

Zuständig für die Ausbildung und Entsendung dieser Imame ist das Türkische Amt für Religiöse Angelegenheiten (DIYANET). Und diese hat vor einigen Jahren einen wichtigen Kurswechsel vollzogen. Imame, die nach Deutschland versendet werden, müssen vor dem Einsatz in der Ferne Kurse besuchen, um sich mit der deutschen Sprache und der Kultur vertraut zu machen.

Fünf Jahre in Deutschland tätig

Die hierfür nötigen Schulungen erfolgen seit 2006 in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). In diesem Jahr wurden im Rahmen dieser Zusammenarbeit allein 75 Imame in der türkischen Stadt Manisa nach eigenen Angaben durch Prof. Dr. Rauf Ceylan vom Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück fortgebildet.

Ceylan erklärte zu den Schulungen: „Die Inhalte der Kurse wie muslimische Community in Deutschland, Migration und Integration sowie politisches System in Deutschland finden bei den Imamen großen Zuspruch. Die Kontakte der Imame werden nach ihrer Ankunft weitergepflegt, um bei Fragestellungen Hilfen zu leisten.“ Auffällig sei zudem, dass die Altersstruktur der Imame immer jünger werde.

Umdenken bei Religionsgemeinschaften

Die fortgebildeten Imame sollen bald nach Deutschland kommen und für die nächsten fünf Jahre in einer Moschee der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) tätig sein. Nach ihrer fünfjährigen Amtszeit reisen die Imame wieder zurück in die Türkei und erhalten dort eine neue Aufgabe.

Diese zeitliche Begrenzung ist für die muslimischen Religionsgemeinschaften aber auch der Grund für einen Sinneswandel. Die DITIB, als größte Religionsgemeinschaft mit dem höchsten Bedarf an Imamen, setzt nicht mehr nur ausschließlich auf die Imame aus der Türkei. Sie unterstützt auch die Etablierung und Fortbildung einer islamischen Theologie in Deutschland.

Unterstützung für islamische Theologie in Deutschland

Die zweitgrößte Organisation in Deutschland, die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), setzt seit einigen Jahren bereits nicht mehr nur auf in der Türkei ausgebildete Imame. Neben Projekten in Nachbarländern, wo Imame an speziellen Schulen aus- und fortgebildet werden, gibt es auch Unterstützungen für Fakultäten der Islamischen Theologie in Deutschland. Auch der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) bildet seit einiger Zeit seine Imame in Deutschland selbst aus und fort. Hierfür wurden mehrere Zentren gegründet.

Es geht dabei auch um ein Ende des Abhängigkeitsverhältnisses zur Türkei. Die Religionsgemeinschaften sehen Imame aus dem Ausland mittlerweile nur noch als eine Übergangslösung. Nur Imame, die der deutschen Sprache mächtig sind und in Deutschland sozialisiert und ausgebildet wurden, sind für die Religionsgemeinschaften ein Gewinn und wichtig. Denn es geht nicht nur darum, Muslime in den Gemeinden anzusprechen, sondern auch die deutsche Gesellschaft.