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Antisemitismus

Zentralrat der Muslime wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) wehrt sich gegen Antisemitismus-Vorwürfe durch den Zentralrat der Juden. Der Islam sei „strukturell antirassistisch“, betont der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek und mahnt zu einer Unterscheidung zwischen legitimem Protest gegen israelische Kriegspolitik und Antisemitismus.

06
08
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Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) wehrt sich gegen den Vorwurf des Zentralrats der Juden, nicht genug gegen Antisemitismus zu tun. Es müsse zwischen einem legitimen Protest gegen die israelische Kriegspolitik und dem Versuch, über den Nahostkonflikt Antisemitismus zu verbreiten, unterschieden werden, sagte der Vorsitzende Aiman Mazyek am Dienstag (05.08.2014) dem Internetportal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er verurteilte jeden Antisemitismus. „Das Einstehen für Menschenrechte ist unteilbar. Dem Hass dürfen wir uns nicht hingeben, das sehe ich als eine der wichtigsten Prüfungen für Juden und Muslime in Deutschland an.“

Mazyek distanzierte sich auch von der Hamas. „Die Raketen der Hamas auf Wohngebiete in Israel sind völkerrechtlich ein Vergehen, die pausenlose Bombardierung eines der dicht besiedelsten Wohngebiete der Welt durch die israelische Luftwaffe ist es eben auch“, sagte Mazyek mit Blick auf scharfe Kritik des Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, an den muslimischen Religionsgemeinschaften. „Beide Seiten sind dabei nicht gleich oder gleichartig, deshalb spricht man auch von einer Asymmetrie. Israel muss endlich den Palästinensern das Recht geben, zu leben und sich zu bewegen, und ihnen eine eigene Staatlichkeit zuerkennen.“

Islam strukturell antirassistisch

Mazyek betonte, der Zentralrat der Muslime werbe in Wort und Tat für Mitmenschlichkeit und Solidarität mit Menschen in Not. Es dürfe „keine falsch verstandene Verbundenheit mit Glaubensgeschwistern geben, wenn sie ein eklatantes Unrecht begehen“. Der Islam bejahe Vielfalt und sei „strukturell antirassistisch. Das müssen wir noch stärker in die muslimische Community hineintragen“. Er schäme sich, „wenn muslimische Extremisten das Gegenteil davon machen, und es schmerzt mich ebenso, dass sie damit gegen die Grundsätze des Islam verstoßen“.

Auf die Frage nach dem Ausmaß eines muslimischen Antisemitismus sagte Mazyek, man müsse sich genau ansehen, inwiefern Leute, die solchen Antisemitismus äußerten, überhaupt in der muslimischen Gemeinschaft verhaftet seien. „Ich glaube, wir machen es uns zu einfach, wenn wir jetzt einen muslimischen Antisemitismus kreieren. Fakt ist, dass der Antisemitismus in der muslimischen Welt ein importierter politischer Antisemitismus ist, und der ungelöste Nahostkonflikt ist ein Katalysator“. Die muslimische Welt habe jahrhundertelang stets mit Juden sehr gut zusammen gelebt und mit ihnen harmoniert. „Muslime haben immer wieder Juden Asyl gewährt, die Pogromen in Europa ausgesetzt waren.“ (KNA)