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Mölln

Solidarität mit Muslimen nach Anschlägen

Ein breites Bündnis aus Stadt und gesellschaftlichen Akteuren hat am Wochenende, nach mehreren Angriffen auf die Möllner Moschee, ein Zeichen der Solidarität gesetzt. Etwa 400 Personen kamen zusammen und verurteilten die Angriffe auf die Moscheegemeinde.

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Etwa 400 Personen haben am Samstag (06.08.2014) an einer Solidaritätskundgebung für die muslimische Gemeinde in Mölln teilgenommen. Zu der Kundgebung hatte ein breites Bündnis aus Kirchen, Vereinen, Verbänden und weiteren Institutionen zusammen mit der Stadt Mölln und der betroffenen Moscheegemeinde aufgerufen. In den vergangenen Wochen war die Moscheegemeinde mehrmals Opfer von mutmaßlich rassistisch motivierten Angriffen geworden.

So wurde laut Angaben der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB-Nord) vor einigen Monaten ein Zettel mit einem Aufruf Deutschland zu verlassen an die Fensterscheibe der Moscheegemeinde geklebt. Vor drei Wochen haben bisher unbekannte Täter einen Fäkalien-Anschlag auf die Moschee verübt. Vor einer Woche hat ein Hund im Eingangsbereich der Moschee uriniert. Die Gemeinde als auch der Dachverband DITIB-Nord zeigten sich über die jüngsten Vorfälle sehr besorgt.

Lückenlose Aufklärung gefordert

Die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein (TGS-H) hat sich ebenfalls in den Fall eingeschaltet. Der Vorsitzende Cebel Küçükkaraca forderte eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle und die Verurteilung der Täter. „Diese Taten sind ungeheuerlich. Menschen, die friedlich ihren Glauben verrichten wollen, werden durch diese Respektlosigkeit verunsichert und eingeschüchtert. Die Täterinnen oder Täter müssen gefunden und bestraft werden“, sagte Küçükkaraca am Samstag.

Bürgermeister: Solidarität mit Muslimen!

Nach Angaben der Seite Herzogtum-Direkt erklärte Bürgermeister Jan Wiegels (SPD), dass man mit der Kundgebung die Solidarität der Stadt mit den muslimischen Mitbürgern zeigen wollte. Zwar habe sich bisher niemand zur Tat bekannt, man könne aber davon ausgehen, dass die Täter aus einem ganz bestimmten Umfeld kommen.

„Wir wollen nicht jede Provokation hochstilisieren, die für viele Mitbürger mit Migrationshintergrund und erst recht für Asylbewerber und Flüchtlinge leider allzu häufig zum Alltag gehört. Aber mit diesen Verunstaltungen und Verschmutzungen ist eindeutig eine Grenze überschritten, die auch eine eindeutige Reaktion von uns allen erfordert – auch in dieser Form“, sagte Wiegels.

Hintergrund

Die Stadt Mölln war 1992 aufgrund eines Brandanschlags in die Schlagzeilen geraten. Zwei mehrheitlich von Türken bewohnte Häuser wurden von rechtsextremen Tätern mit Molotowcocktails angegriffen und in Brand gesetzt. Beim ersten Haus gab es glücklicherweise keine Todesopfer, jedoch wurden neun Personen zum Teil schwer verletzt. Beim zweiten Haus kamen die zehn- und vierzehnjährigen Mädchen Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz sowie ihre 51-jährige Großmutter Bahide Arslan in den Flammen um. Heute leben in Mölln Schätzungen zufolge etwa 1.000 Muslime, davon allein 800 türkischer Herkunft.