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Islamfeindlichkeit

Zunehmende Moscheeangriffe seit Pariser Anschlag

In Folge des Anschlags auf die Redaktion in Paris, kam es in Frankreich zu mehreren Angriffen auf muslimische Einrichtungen. Muslime in Deutschland befürchten nun auch Angriffe auf deutsche Moscheen. Insbesondere die Reaktionen der Pegida-Bewegung geben Anlass zur Sorge.

10
01
2015
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Seit dem terroristischen Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Paris am Mittwoch (07.01.2015), bei dem 12 Menschen getötet und weitere verletzt wurden, kam es zu mehreren Attacken auf Moscheen und muslimische Einrichtungen in Frankreich.

Neben diversen friedlichen Protesten und Mahnwachen gegen den Pariser-Anschlag, an dem sich auch Muslime und islamische Religionsgemeinschaften beteiligten, lassen sich auch islamfeindliche Reaktionen beobachten.

Drei Anschläge auf Moscheen

Medienberichten zur Folge wurde in der westfranzösischen Stadt Le Mans eine Moschee attackiert. Der unbekannte Täter warf vier Handgranaten in den Hof des Gebäudes, wobei eine auch tatsächlich detonierte. Außerdem schoss der Täter durch eines der Fenster. Verletzt wurde bei dem Anschlag jedoch niemand.

In der Stadt Part-La-Nouvelle, in der Nähe der spanischen Grenze wurden auf einen Gebetsraum, innerhalb eines Privathauses, mehrere Schüsse abgefeuert. Da dies außerhalb der Gebetszeiten geschah, wurde auch hier niemand verletzt.

In Villefranche-sur-Saone bei Lyon, gab es in der Nähe einer Moschee eine Explosion. Dabei ist das Schaufenster eines Kebap-Restaurants neben der Moschee explodiert. Die Polizei schließt Medienberichten zur Folge einen Unfall aus.

Auch deutsche Muslime befürchten Attacken

Der islamische Religionsgemeinschaft Ditib sieht nach dem Anschlag auf die Redaktion der französischen Zeitschrift eine erhöhte Gefahr auch für islamische Einrichtungen in Deutschland. Man müsse „damit rechnen, dass Neo-Nazis, Pegida-Aktivisten und Islamhasser diesen schrecklichen Terrorakt zum Anlass nehmen, ihre Angriffe zu vermehren“, sagte der Bundesvorstandssprecher der DITIB, Bekir Alboga, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag.

Die Möglichkeit von Racheakten sei auch in Deutschland „nicht auszuschließen“, so Alboga. Die Religionsgemeinschaft vertraue bei der Einschätzung der Sicherheitslage auf die deutschen Behörden. Eine Überprüfung der Sicherheitsanforderungen sei aber wünschenswert. Er fürchte eine Gewaltspirale, so Alboga. Doch „jede Gewalttat verpflichtet uns neu, es gibt keine Alternative zum Dialog und gemeinsamen Handeln.“

Reaktionen von Pegida „verwerflich“

Der Beauftragte der Bundesregierung für die deutsch-französische Zusammenarbeit, Außenstaatsminister Michael Roth (SPD), warnte davor, den Anschlag politisch zu instrumentalisieren. Was sich ereignet habe, sei ein Terrorakt, zu dessen Rechtfertigung eine Religion „auf das schändlichste missbraucht worden sei“, so Roth im SWR.

Mit Blick auf Deutschland kritisierte der Politiker die Reaktion der Pegida-Bewegung auf den Anschlag scharf. Es sei „ziemlich verwerflich“, dass es offenkundig auch in Deutschland Trittbrettfahrer gebe, die nun ihr „politisches Süppchen“ kochen wollten. Die Pegida-Bewegung hatte das Attentat auf Facebook als Beleg für eine angeblich drohende Islamisierung Europas gewertet. (KNA/iQ)