Bei einem Einbruch in eine Moschee in Offenbach schläft der Dieb ein. Die Zahl der Angriffe auf Moscheen in Deutschland steigt rasant an.
Bei einem Einbruch in eine bosnische Moschee in Offenbach schlief der 37-jährige Dieb ein. Der Mann hatte es auf die Ramadan-Spenden der Moscheegemeinde abgesehen und brach deshalb Samstagnacht ein. Dabei schlief er im Gebetsraum ein. Am nächsten Morgen fand ihn ein Mitglied der Gemeinde auf dem Teppich des Gebetsraumes schlafend vor. Dieser alarmierte die Polizei
Die Polizisten fanden bei dem Einbrecher außer den Ramadan-Spenden noch eine fremde Versichertenkarte und Drogen vor.
Dieser Einbruch reiht sich in eine Vielzahl an Angriffen auf Moscheen in Deutschland ein. Allein im Jahr 2016 kam es bereits zu 24 Anschlägen auf islamische Gebetshäuser. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor.
Nach Polizeiangaben kam es im vergangenen Jahr zu 55 Moscheeangriffen. Die islamische Religionsgemeinschaft Ditib spricht sogar von 99 Angriffen auf Moscheen im vergangenen Jahr, Die Polizei ermittelt in allen Fällen, allerdings mit wenig Erfolg bisher. Bei all den Angriffen in diesem Jahr konnten bis jetzt nur 5 Tatverdächtige ermittelt werden. Das soll sich bald verbessern.
Künftig sollen alle Bundesländer in der Kriminalstatistik Angriffe gegen Muslime, Moscheen und muslimische Einrichtungen separat in der Kategorie „Islamfeindlichkeit“ erfassen.