Einstellungen für die Zustimmung anpassen

Wir verwenden Cookies, damit Sie effizient navigieren und bestimmte Funktionen ausführen können. Detaillierte Informationen zu allen Cookies finden Sie unten unter jeder Einwilligungskategorie.

Die als „notwendig" kategorisierten Cookies werden in Ihrem Browser gespeichert, da sie für die Aktivierung der grundlegenden Funktionalitäten der Website unerlässlich sind.... 

Immer aktiv

Notwendige Cookies sind für die Grundfunktionen der Website von entscheidender Bedeutung. Ohne sie kann die Website nicht in der vorgesehenen Weise funktionieren.Diese Cookies speichern keine personenbezogenen Daten.

Keine Cookies zum Anzeigen.

Funktionale Cookies unterstützen bei der Ausführung bestimmter Funktionen, z. B. beim Teilen des Inhalts der Website auf Social Media-Plattformen, beim Sammeln von Feedbacks und anderen Funktionen von Drittanbietern.

Keine Cookies zum Anzeigen.

Analyse-Cookies werden verwendet um zu verstehen, wie Besucher mit der Website interagieren. Diese Cookies dienen zu Aussagen über die Anzahl der Besucher, Absprungrate, Herkunft der Besucher usw.

Keine Cookies zum Anzeigen.

Leistungs-Cookies werden verwendet, um die wichtigsten Leistungsindizes der Website zu verstehen und zu analysieren. Dies trägt dazu bei, den Besuchern ein besseres Nutzererlebnis zu bieten.

Keine Cookies zum Anzeigen.

Werbe-Cookies werden verwendet, um Besuchern auf der Grundlage der von ihnen zuvor besuchten Seiten maßgeschneiderte Werbung zu liefern und die Wirksamkeit von Werbekampagne nzu analysieren.

Keine Cookies zum Anzeigen.

NSU-Morde

Jena benennt Platz nach NSU-Mordopfer Enver Şimşek

20 Jahre nach dem ersten bekannten Mord der rechtsextremen Terrorzelle NSU wird in Jena ein Platz nach dem damals Getöteten Enver Şimşek benannt.

12
09
2020
0
NSU Enver Şimşek
Enver Şimşek @ AA, bearbeitet by iQ.

20 Jahre nach dem ersten bekannten Mord der rechtsextremen Terrorzelle NSU wird in Jena ein Platz nach dem damals Getöteten Enver Şimşek benannt. Der Wunsch hierfür sei aus der Bürgerschaft selbst gekommen, sagte Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP). Der am 9. September 2000 in Nürnberg erschossene Şimşek stehe dabei stellvertretend für die insgesamt zehn Mordopfer des NSU-Terrors, an die mit einer separaten Tafel an gleicher Stelle ebenfalls erinnert werde. Zur offiziellen Namensgebung für den Platz am kommenden Samstag (19. September) werden auch die beiden Kinder Şimşeks erwartet.

Der bisher namenlose Platz befindet sich im Stadtteil Winzerla, wo das später untergetauchte NSU-Trio aufwuchs und sich in den 1990er Jahren radikalisierte. Der NSU hatte zwischen 2000 und 2007 in Deutschland insgesamt zehn Menschen ermordet – acht türkischstämmige und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer sowie eine Polizistin.

„Blick gezielt auf Perspektive der Opfer lenken“

Die Benennung des Platzes nach Enver Şimşek sei der Prolog für ein ganzes Gedenkjahr, dass die Stadt für 2021 plane, sagte Nitzsche. „Wir sind keine Täterstadt, aber wir sind die Stadt, aus der die Täter kamen.“ Dies soll mit verschiedenen Veranstaltungen wissenschaftlich und kulturell aufgearbeitet werden. Geplant ist etwa ein Symposium sowie ein Theaterprojekt mit den Städten, in denen die NSU-Terroristen mordeten. „Beim Thema NSU wird meist zuerst über die Täter gesprochen“, erklärte Nitzsche. „Wir wollen den Blick ganz gezielt auf die Perspektive der Opfer lenken.“

Neben Şimşek wurden in Nürnberg auch der Änderungsschneider Abdurrahim Özudoğru und der Imbissbetreiber Ismail Yaşar Opfer der NSU-Mordserie. Ein Bündnis von Vereinen und Parteien fordert dort unter anderem, die Straßen an den Tatorten nach ihnen zu benennen sowie dort Gedenktafeln oder Mahnmale aufzustellen. Auf diese Weise soll das Gedenken sichtbarer werden. Die Stadtverwaltung ist da allerdings zurückhaltend – eine Sprecherin betonte jüngst, dass bereits in mehreren Formaten dauerhaft der Opfer gedacht werde. (dpa/iQ)