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DIE GESEGNETEN DREI MONATE

Islamische Feiertage im Jahr 2024 – ein Überblick

Mit dem Beginn der gesegneten drei Monate beginnen für Muslime wichtige religiöse Feiertage. Welche islamischen Feiertage sind es und wann wird gefeiert? Ein Überblick.

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01
2024
Islamische Feste Islamische Feiertage
Symbolbild: Islamische Feste © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Mit dem Beginn des islamischen Monats Radschab beginnen nächste Woche für Muslime die „gesegneten drei Monate“ und damit auch die diesjährigen islamische Feiertage. Der siebte, achte und neunte Monat des islamischen Mondkalenders werden als die „Die gesegneten drei Monate“ bezeichnet. Die Monate Radschab, Schaban und Ramadan gelten als segensreich und erlauben den Muslimen, sich stärker auf ihren Glauben und die Glaubenspraxis zu konzentrieren.

Die „Die gesegneten drei Monate“ spielen aus religiöser Sicht eine wichtige Rolle, um die Persönlichkeit und Entwicklung eines jeden Muslims zu stärken. Gerade in diesen Monaten wird stärker darauf geachtet, Buße zu tun, das Gebet zu verrichten, zu fasten, den Koran zu lesen und mit Bittgebeten Allah um Hilfe zu bitten.

Islamische Feiertage im Jahr 2024

11.01. Regaib-Nacht
12.01. Beginn der gesegneten drei Monate
06.02. Mirâdsch-Nacht
24.02. Barât-Nacht
11.03. Beginn des Monats Ramadan
05.04. Kadr-Nacht
10. – 12.04. Ramadanfest
07.07. Neujahr
16. – 19.06. Kurbanfest
16.07. Aschûra-Tag
14.09. Mawlîd-Nacht

Die Bedeutung der Islamischen Festtage

Die Regâib-Nacht

Regâib bedeutet „das Ersehnte“, „Barmherzigkeit“, „Gnade“ und „Wohltat“. Mit dem Monat Radschab beginnen auch die gesegneten Drei-Monate.

Die Mirâdsch-Nacht

Das Wort „Mirâdsch“ bedeutet „Leiter“, „aufsteigen“, „emporsteigen“. Dieses Ereignis ist, nach dem Koran, das größte Wunder des Gesandten Muhammads (s). Dieses Wunder besteht aus zwei Abschnitten: der nächtlichen Reise (Isrâ) von der Kaaba zur al-Aksâ-Moschee in al-Kuds und dem Aufstieg (Mirâdsch) von der al-Aksâ-Moschee in den Himmel. Der Prophet erhielt dort auch die Verpflichtung, das fünfmalige Gebet zu verrichten.

Die Berât-Nacht

Das Wort „Berât“ heißt so viel wie „entfernt sein“, „freisprechen“, „rein und unschuldig sein“. Da in dieser Nacht Allah besonders barmherzig ist, hoffen die Muslime auf die Vergebung ihrer Sünden.

Die Kadr-Nacht

In der Kadr-Nacht begann die Herabsendung des Korans. Von allen Nächten, hat Allah dieser Nacht die Besonderheit verliehen, wertvoller zu sein als Tausend Monate und ist damit die bedeutendste Nacht im Islam. Deshalb hat Er ihr den Namen „Kadr“ (Bestimmung, Macht, Schicksal) gegeben.

Das Ramadanfest

Nachdem die Muslime im Monat Ramadan 30 Tage lang gefastet haben, begehen sie das dreitägige Ramadanfest. Beginnend mit dem gemeinsamen Festtagesgebet in der Moschee, folgen gegenseitige Besuche, Beschenkungen und die gemeinsamen Feiern.

Das Islamische Neujahr (Hidschra)

Da die Hidschra einen Wendepunkt in der Geschichte des Islams darstellt, wurde sie während der Amtszeit des Kalifen Umar (r) zum Beginn der islamischen Zeitrechnung erklärt.

Das Kurbanfest

Das Bedeutendste unter den islamischen Festen ist das Kurbanfest, auch Opferfest genannt, (arabisch „Îd al-Adha“) und hat wörtliche Bedeutung „sich nähern“. Sie bezeichnet den Akt des Opferns, mit dem sich die Gläubigen ihrem Schöpfer nähern. Das Opfern ist eine Prüfung und erinnert die Muslime an die vollkommene Hingabe des Propheten Abraham (a), der sogar bereit war, seinen Sohn Ismael (a) zu opfern, sofern Gott von ihm dies verlangt hätte. Diese Tage symbolisieren damit die Ergebenheit gegenüber Allah. Auß

Der Aschûra-Tag

Je nach Herkunftsland wird der Aschura-Tag verschiedene Weise begangen. Es wird erzählt, dass Noah (a) und seine Gefährten, die an diesem Tag auf Festland trafen, diesen Tag feierten und zu diesem Anlass eine Speise aus allerlei Lebensmitteln zubereiteten. Im Gedenken daran wird am Aschûra-Tag diese Speise gekocht und in der Nachbarschaft verteilt.

Husayn (r), ein Enkel des Gesandten Allahs, starb ebenfalls am zehnten Muharram und wurde zum Märtyrer. Vor allem schiitische Muslime messen diesem Ereignis einen besonderen Wert bei. Sie betrachten diesen Tag als Tag der Trauer.

Die Mawlîd-Nacht

Das Wort „Mawlîd“ bedeutet „Geburt“, „Geburtstag“ bzw. „Geburtsort“. Man verwendet es als Bezeichnung für die Geburt des Propheten Muhammads (s) sowie feierliche Veranstaltungen, die zu seinen Ehren organisiert werden, und Schriften, die von ihm handeln.

Leserkommentare

Minimalist sagt:
Ob tatsächlich ein barmherzier und universeller Gott von einem Vater zur Prüfung verlangen würde, dass dieser seinen eigenen Sohn opfert, d.h. tötet bzw. wie ein Tier schlachtet? Derartiges archaische Gedankengut halte ich für längst überholt, falsch und für Irrsinn. Ganz egal welche religiöse Gruppe oder Weltreligion sich für solche Geschichten oder Lehren stark macht und diese propagiert oder für wahr erklären und verbindlich machen will. Barbarische Blutopfer sollten im 21. Jahrhundert keine Befürworter oder Lobredner mehr haben. Dem großen russischen Schriftsteller Leo Tolstoi (1828-1910) wird übrigens eine folgende Geisteshaltung zugeschrieben: Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben. Diesbezüglich glaube ich daran schon eher als an Kurban-Opferfest-Predigten mit entsprechenden Vorgaben an ein höriges Glaubensvolk.
06.01.24
1:12