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Chemnitz

Unbekannte beschmieren Gedenktafel für NSU-Opfer

Unbekannte haben eine Gedenktafel für die Opfer des NSU-Terrors in Chemnitz beschmiert. Am Sonntag jährt sich die Ermordung von Mehmet Turgut zum 20. Mal. Die Polizei ermittelt.

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Gedenktafel für NSU-Opfer © Freiraumgalerie, bearbeitet by iQ.
Gedenktafel für NSU-Opfer © Freiraumgalerie, bearbeitet by iQ.

Eine Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) in Chemnitz ist von Unbekannten beschmiert worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, wurde die Tafel im Stadtteil Hutholz mit einem Wort beschmiert, welches das Andenken der Verstorbenen verleumdet. Zudem seien die Namen der Ermordeten geschwärzt worden.

Die Polizei habe am Freitag davon erfahren. Demnach wurde Anzeige wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener sowie gemeinschädlicher Sachbeschädigung aufgenommen. Der Staatsschutz ermittelt. 

Im Oktober vergangenen Jahres wurde in dem Viertel – inmitten der einstigen NSU-Wirkstätte – ein großes Wandbild eingeweiht, das den Opfern der rechtsterroristischen Mordserie gewidmet ist. Geplant und umgesetzt wurde das Wandbild von der Freiraumgalerie „Kollektiv für Raumentwicklung“ in enger Zusammenarbeit mit den Angehörigen der Mordopfer.

Erinnert wird an die Ermorderten: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter. 

Blutspur des NSU

Am morgigen Sonntag jährt sich die Ermordung von Mehmet Turgut zum 20. Mal. Am 25. Februar 2004 wird Mehmet Turgut in Rostock kaltblütig erschossen, kurz nachdem er den Imbissstand eines Freundes geöffnet hatte. Er ist das fünfte Opfer einer bundesweiten Anschlagsserie, die sich vor allem gegen Kleinunternehmer richtet, deren Familien aus der Türkei und in einem Fall aus Griechenland stammten. Schnell macht der Begriff „Döner-Morde“ die Runde, später wegen damit verbundener Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen und latenten Rassismus zum Unwort des Jahres gewählt. Die Sonderermittlungsgruppe der Polizei erhält den Namen „Bosporus2. Schon damit wird klar, wo die Ermittler die Täter suchen.  

Erst 2011, als in Eisenach in einem ausgebrannten Wohnwagen die Leichen zweier gesuchter Rechtsextremisten gefunden werden, wird klar, dass die rechtsextremistische NSU-Terrorgruppe für die Mordserie mit insgesamt zehn Toten, unter anderem auch in Nürnberg, München und Dortmund, verantwortlich ist. Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatten sich den Ermittlungen zufolge mit einem erweiterten Suizid der Strafverfolgung entzogen. Beate Zschäpe als drittes NSU-Mitglied wurde gefasst und in München in einem jahrelangen Mammutprozess 2018 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. (dpa, iQ)