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Dortmund

„Mouhamed ist kein Einzelfall“ – Tausende Menschen fordern Gerechtigkeit

Nach den Freisprüchen im Fall Mouhamed Dramé demonstrieren tausende Menschen in Dortmund für Gerechtigkeit und kritisieren die mangelnde Verantwortungsübernahme.

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Symbolbild: Justice for Mouhamed © Twitter, bearbeitet by iQ.
Symbolbild: Justice for Mouhamed © Twitter, bearbeitet by iQ.

Zwei Tage nach den Freisprüchen im Prozess um die tödlichen Polizeischüsse auf den 16-jährigen Mouhamed Dramé sind in Dortmund rund 1.500 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen das Urteil zu protestieren. Die Veranstalter zählten sogar etwa 2.000 Teilnehmende, die am Samstag unter dem Motto „Gerechtigkeit und Solidarität“ demonstrierten.

Die Demonstrierenden zogen mit Transparenten und einem Porträt des getöteten Jugendlichen durch die Stadt. Viele äußerten Wut und Enttäuschung über das Gerichtsurteil, das nach einem einjährigen Verfahren alle fünf angeklagten Polizeibeamtinnen und -beamten freisprach.

„Mouhamed ist kein Einzelfall“

Mehrere Rednerinnen und Redner betonten, dass der Tod von Mouhamed Dramé kein isolierter Vorfall sei. Es brauche grundlegende strukturelle Reformen, um weitere Todesfälle durch Polizeigewalt zu verhindern. Der Solidaritätskreis „Justice4Mouhamed“, der die Demonstration organisiert hatte, kritisierte die mangelnde Verantwortungsübernahme im Fall Dramé.

„Wir erwarten eine ehrliche Entschuldigung bei der Familie und ein öffentliches Eingeständnis der Fehler“, sagte ein Sprecher des Solidaritätskreises. Der Fall verdeutliche die Notwendigkeit einer unabhängigen Kontrollinstanz für die Polizei. Auch politische Stimmen schlossen sich der Kritik an. Jan Köstering, stellvertretender Landessprecher der Linken in Nordrhein-Westfalen, warnte: „Die Freisprüche senden ein gefährliches Signal, dass Polizeigewalt keine Konsequenzen hat.“

Hintergrund: Polizeieinsatz mit tödlichem Ausgang

Mouhamed Dramé, ein 16-jähriger Flüchtling aus dem Senegal, wurde im August 2022 in einer Dortmunder Jugendhilfeeinrichtung von der Polizei erschossen. Der Jugendliche soll sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden und mit einem Messer selbst verletzt haben. Einsatzkräfte setzten Pfefferspray und Taser ein, bevor ein Polizist tödliche Schüsse auf Dramé abgab.

Die Umstände des Polizeieinsatzes hatten bundesweit für Entsetzen gesorgt. Während das Gericht erklärte, es könne den Beamten keine strafbare Handlung nachweisen, sehen Kritiker im Fall Dramé ein Beispiel für systematische Probleme in der Polizeiarbeit.

Die Protestierenden in Dortmund fordern nicht nur Gerechtigkeit für Mouhamed, sondern auch Maßnahmen, die verhindern, dass sich ähnliche Vorfälle wiederholen. Die Demonstration am Samstag markiert den vorläufigen Höhepunkt einer breiten gesellschaftlichen Debatte über Polizeigewalt und institutionellen Rassismus in Deutschland.