









Der Ramadan hat begonnen. Bis zum Fest am Monatsende entrichten Muslime die Fitra. Doch wer muss sie zahlen, warum und weshalb variieren die Beträge?
Die Fitra ist eine verpflichtende Abgabe für Muslime, die im Monat Ramadan entrichtet wird. Sie dient dazu, bedürftigen Menschen eine würdige Teilnahme an den Festlichkeiten zum Ende des Fastenmonats zu ermöglichen.
Im Gegensatz zur Zakat, die auf das gesamte Vermögen erhoben wird, ist die Fitra eine spezifische Abgabe für den Ramadan, deren Höhe jährlich angepasst wird, um den aktuellen Lebenshaltungskosten gerecht zu werden.
Doch wie hoch ist die Fitra in diesem Jahr? In Deutschland haben verschiedene islamische Organisationen unterschiedliche Beträge festgelegt.
Die Fitra ist eine einmalige Spende, die jeder Muslim für sich selbst und seine unterhaltspflichtigen Familienmitglieder entrichten muss. Der Prophet Muhammad (s) empfahl diese Abgabe, um die soziale Gerechtigkeit innerhalb der Gemeinschaft zu stärken. Dieser Betrag soll sicherstellen, dass auch ärmere Menschen genügend Lebensmittel haben, um das Ramadanfest gebührend zu feiern.
Wichtig ist, dass die Fitra spätestens bis zum Festgebet am Ende des Ramadans gezahlt wird. Nach diesem Zeitpunkt gilt sie nur noch als gewöhnliche Spende und erfüllt nicht mehr den ursprünglichen Zweck.
Die Höhe der Fitra richtet sich nach den Lebenshaltungskosten und dem Preis für zwei einfache Mahlzeiten. Da sich wirtschaftliche Bedingungen ändern, wird der Betrag jedes Jahr neu festgelegt.
In Deutschland haben verschiedene islamische Organisationen unterschiedliche Werte bestimmt. die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) mit der Hilfsorganisation HASENE International und die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) setzen den Betrag im Jahr 2025 auf 15 Euro fest. Der Zentralrat der Muslime legt den Betrag hingegen bei 7 Euro fest. Andere islamische Hilfsorganisationen haben für dieses Jahr einen Beitrag zwischen 10 und 12 Euro empfohlen.
Muslime können ihre Fitra an die oben genannten islamischen Religionsgemeinschaften und Hilfsorganisationen spenden. Diese stellen sicher, dass die Spenden gemäß islamischen Vorgaben an Menschen weitergegeben werden, die darauf angewiesen sind. Es wird empfohlen, die Fitra möglichst frühzeitig im Ramadan zu entrichten, damit die Unterstützung rechtzeitig dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.