









Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.
In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) gehe es um das Reinigen des Vermögens durch Zakat, eine der fünf Säulen des Islams. Sie verpflichte wohlhabende Muslime, einmal jährlich einen Teil ihres Vermögens mit Bedürftigen zu teilen. Der Koran lehre: „Nimm von ihrem Vermögen eine Spende, um sie dadurch zu reinigen.“ Die Zakat stärke soziale Werte, fördere wirtschaftliche Gerechtigkeit und schütze vor Gier und Geiz.
Auch die Sadaka al-Fitr (Fitra) sei eine Form der Wohltätigkeit, die als Dank für das Fasten entrichtet werde. Sie solle möglichst vor dem Îd-Gebet gespendet werden. Der Islam betone, dass Reichtum eine anvertraute Gabe sei, die gemäß Allahs Willen genutzt werden solle. Dankbarkeit zeige sich nicht nur im Gebet, sondern auch im Teilen mit Armen, Waisen und Bedürftigen.
Besonders im Ramadan solle man großzügig sein, um Solidarität zu stärken und den Bedürftigen Freude zu bringen. Wer spende, reinige sein Vermögen und sein Herz und erlange Allahs Wohlgefallen.
Die Freitagspredigt der Türkisch Islamischen Union e.V. (DITIB) behandelt die spirituelle Bedeutung des Ramadans als Schule der Erziehung und Selbstläuterung. Er sei eine Zeit der Reflexion, inneren Reinigung und Stärkung des Glaubens. Das Fasten diene nicht nur dem Verzicht auf Nahrung, sondern auch der Kontrolle über Worte und Taten. Es solle das Bewusstsein schärfen, dass körperliche Bedürfnisse nicht über dem Geist und dem Herzen stünden.
Der Ramadan lehre zudem, Mitgefühl zu zeigen, nicht verschwenderisch zu sein und Bedürftige nicht zu vergessen. Er sei keine Zeit veränderter Essgewohnheiten, sondern ein Monat der Disziplin, Geduld und Nächstenliebe. Wer fastet, solle Zorn vermeiden, in Harmonie mit seinen Mitmenschen leben und sich vor übler Nachrede hüten. Die wahren Lehren des Ramadans sollten über diesen Monat hinaus das Leben der Gläubigen prägen.
In der Freitagspredigt des Verbands Islamischer Kulturzentren (VIKZ) geht es um die Zakat als eine der fünf Säulen des Islam. Sie sei eine verpflichtende Abgabe für wohlhabende Muslime und werde im Koran oft im Zusammenhang mit dem Gebet erwähnt. Der Prophet Muhammad (s.a.w.) habe sie als essenziellen Bestandteil des Glaubens gelehrt.
Zakat bedeute nicht nur finanzielle Unterstützung für Bedürftige, sondern auch spirituelle Reinigung und Schutz des Vermögens. Der Koran lehre, dass sie den Geber und dessen Besitz reinige. Der Prophet habe gesagt, dass Zakat das Eigentum schütze und Spenden Krankheiten heilen könnten.
Die Zakat solle das ganze Jahr über entrichtet werden, doch im Ramadan sei ihre Belohnung besonders hoch. Wer seine Zakat begleiche, bewahre seine Ehre und müsse am Jüngsten Tag keine Rechenschaft für unterlassene Almosen ablegen.
Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.