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SVR

Studie sieht Hürden für junge Migranten in der Politik

Junge migrantisch wahrgenommene Menschen erleben laut einer Studie erhebliche Barrieren bei der politischen Teilhabe. Das Papier zeigt aber auch Chancen auf.

14
03
2025
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Symbolbild: Deutsche Politik © Shutterstock, bearbeitet by iQ.
Symbolbild: Deutsche Politik © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

Junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte treffen einer Studie zufolge auf besondere Hürden bei politischer Teilhabe. Große Hemmnisse sind demnach neben mangelnder politischer Bildung vor allem ein erschwerter Zugang zur Politik und fehlende Repräsentation der eigenen Gruppe.

Die Studie wurde vom wissenschaftlichen Stab des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) zwischen 2023 und 2025 durchgeführt.

Vorbilder in der Politik gegen Rassismus förderlich

Peter Cellestino Kraus, ein junger Mensch mit Zuwanderungsgeschichte und Jugendbeauftragter der Sinti in Deutschland, sagte zur Studie: „Wenn in einer Partei jemand ist, der bald Kanzler wird, der gegen Kinder wie uns hetzt und sagt, das sind kleine Paschas“, dann habe man Angst, in eine solche Partei zu gehen und fühle sich darin nicht wohl. Er bezog sich damit auf eine Aussage von Friedrich Merz (CDU).

Die politische Partizipation junger migrantisch wahrgenommener Menschen ist den erhobenen Daten der Studie nach deutlich geringer (11 Prozent) als diejenige der Vergleichsgruppe ohne Zuwanderungsgeschichte (40 Prozent). Um Teilhabe zu verbessern, ist laut der Studie politische Bildungsarbeit in Schulen und außerschulisch entscheidend. Ebenso seien Vorbilder in der Politik ebenso förderlich wie Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung.

Es geht um viele Millionen Menschen in Deutschland

Für Jan Schneider aus dem wissenschaftlichen Stab des SVR ist es eine Verschiebung in der Debatte, „wenn jetzt die gesamte Politik und die Medienöffentlichkeit ständig darüber spricht, was in den Koalitionsverhandlungen zum Thema Migration und Asyl und Europa rauskommt“. Es gehe bei der Studie um viele Millionen Menschen in Deutschland und um das Zusammenleben in der Gesellschaft.

Die Studie untersuchte unter dem Titel „Jung und vielfältig, aber noch nicht politisch beteiligt?“ die politische Teilhabe junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zwischen 15 und 35 Jahren. Die Stichprobe bildeten 1.557 migrantisch wahrgenommene Menschen. Der Sachverständigenrat für Integration und Migration ist nach eigenen Angaben ein unabhängiges und interdisziplinär besetztes Gremium der wissenschaftlichen Politikberatung.

Strukturelle Hürden verhindern politische Teilhabe

Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) fordert mehr politische Teilhabe junger Menschen mit Migrationsgeschichte. Die SVR-Studie zeigt, dass diese Gruppe seltener politisch aktiv ist – nicht aus Desinteresse, sondern aufgrund struktureller Hürden. Fehlende Repräsentation und erschwerter Zugang zur Politik führen dazu, dass sich viele ausgeschlossen fühlen. Die IGMG betont, dass politische Mitgestaltung ein Grundrecht und keine Ausnahme sein darf. Sie fordert gezielte Bildungsmaßnahmen und ruft junge Muslime dazu auf, sich aktiv einzubringen. „Unsere Gesellschaft braucht diese Stimmen“, erklären Furkan Kahraman und Zehra Karataş, Vorsitzende der IGMG-Jugendorganisationen. (dpa, iQ)