









Der Ramadan ist vorbei. Nun wird gefeiert. Auch Bundespräsident Steinmeier gratuliert zum Ramadanfest – und zieht Parallelen zum Christentum.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Musliminnen und Muslimen in Deutschland zum Ramadanfest gratuliert. Religion gebe dem Leben eine Struktur und eine Dimension über die alltägliche Welt hinaus. So kenne er es auch als Christ, so Steinmeier in seiner am Sonntag verbreiteten Grußbotschaft zum Ende des Fastenmonats Ramadan.
Das Staatsoberhaupt rief zu religiöser Toleranz auf: „Bringen wir zum Ausdruck, dass wir auch andere Wege des Glaubens und der Vorstellung vom Göttlichen respektieren. Und tragen wir so zu dem bei, von dem die Gläubigen aller Religionen träumen und wonach sie sich sehnen: zum Frieden.“
An vielen Orten seien zu Iftarabenden auch nichtmuslimische Nachbarn, Freundinnen und Freunde zum gemeinschaftlichen Feiern eingeladen. „Das ist mehr als nur eine schöne Geste – das ist für unser gesellschaftliches Zusammenleben von allergrößter Bedeutung“, betonte Steinmeier. „Niemand nimmt seinem eigenen Glauben etwas weg, wenn er solche Einladungen ausspricht, und niemand nimmt seinem eigenen Glauben etwas weg, wenn er solche Einladungen annimmt.“
In seiner Grußbotschaft erinnerte Steinmeier auch an die inzwischen verbreiteten Kalender für den Fastenmonat Ramadan, die nach dem Vorbild von Adventskalendern gestaltet und bei vielen muslimischen Kindern beliebt sind: „Ein kleines Zeichen dafür, wie sehr der Islam hier in Deutschland mit dessen besonderen Traditionen angekommen ist.“
Mit dem dreitägigen Ramadanfest, arabisch Eid al-Fitr, feiern Muslime weltweit das Ende des Ramadan. Während des Fastenmonats verzichten die Gläubigen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf jegliches Essen und Trinken. Das Fest zählt neben dem Opferfest zu den größten islamischen Festen. Ein zentraler Aspekt ist dabei der Gedanke der Versöhnung. Muslime feiern das Fest mit Familienbesuchen und Geschenken wie Spielzeug und Süßigkeiten an die Kinder. Deshalb ist das Fest auch als Zuckerfest bekannt. (KNA, iQ)