









Muslime weltweit feiern das Ende des Ramadans. In Rafah in Südgaza müssen die Menschen jedoch erneut vor israelischen Angriffen fliehen. Unterdessen droht auch ein Ende der Lebensmittelversorgung.
Die israelische Armee hat die Bewohner des Gazastreifens aufgefordert, das Gebiet von Rafah im Süden zu verlassen. Die Armee kehre „mit großer Wucht“ zurück, um die terroristischen Organisationen in diesen Gebieten zu beseitigen, schrieb der arabischsprachige Armeesprecher Avichai Adraee, am Montag auf „X“. Laut israelischen Medien ist es die größte Vertreibung seit dem Bruch der Waffenruhe am 18. März. Die Bewohner des betreffenden Gebietes werden aufgerufen, sich in der sogenannten humanitären Schutzzone Al-Mawasi bei Khan Yunis in Sicherheit zu bringen.
Am Sonntagabend hat für Muslime in zahlreichen Ländern das Ramadanfest „Eid al-Fitr“ begonnen, das am Ende des Fastenmonats Ramadan steht.
Am Sonntagabend hatte der Rettungsdienst Palästinensischer Roter Halbmond nach eigenen Angaben die Leichen von acht Sanitätern, eines UN-Mitarbeiters sowie von sechs Zivilschutz-Mitarbeitern erhalten, die bei israelischen Angriffen auf Rafah vor einer Woche getötet worden seien. Ein weiterer Sanitäter wird seither vermisst.
Unterdessen warnte die UN, dass die Mehlvorräte im Gazastreifen noch maximal für eine Woche, die Lebensmittelvorräte für zwei Wochen reichen würden. Seit Wiederaufnahme der Kämpfe blockiert Israel die Einfuhr jeglicher Güter in den Gazastreifen. Es handelt sich demnach um die längste israelische Einfuhrblockade in dem Genozid. (KNA/iQ)