









Die meisten antisemitischen Straftaten werden von Rechtsextremisten verübt. Ein christlicher Theologe aber meint: Muslime sind die eigentlichen Antisemiten. Liegt er richtig? Eine Analyse von Debora Mendelin.
Lehrern beistehen, Schüler aufklären: Für ihr Engagement gegen Judenhass in der Migrationsgesellschaft wird eine Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus jetzt ausgezeichnet.
Die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland und Europa ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen.
Der Historiker Wolfgang Benz sieht keine Zunahme antisemitischer Haltungen in Deutschland. Dagegen sei die Sensibilität für Antisemitismus gewachsen.
Immer wieder wird kritisiert, dass die offizielle Statistik nicht das wahre Ausmaß von Antisemitismus abbilde. Ab Februar will nun eine bundesweite Meldestelle auch solche Fälle aufnehmen, die keine Straftat darstellen.
Der israelische Rechtswissenschaftler Shai Lavi warnt davor Antisemitismus zu beklagen und Islamfeindlichkeit zu ignorieren. Muslime seien vergleichbarer Stigmatisierung ausgesetzt wie Juden im 19.Jahrhundert.
Am Montag zeigte das ARD den Antisemitismusreport. In 45 Minuten behandelte die Reportage die Situation deutscher Juden und deren Erfahrungen mit Antisemitismus. Was dabei vor allem deutlich wurde: Antisemitismus ist nicht unbedingt gestiegen, aber er ist lauter und hässlicher geworden.
Einen Rechtsruck wollen sie nicht hinnehmen: Familien, Junge und Alte setzen in der Hauptstadt ein eindrucksvolles Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Rassismus – bei einer der größten Demonstrationen der vergangenen Jahre.
Der baden-württembergische Runde Tisch der Religionen plant die Verabschiedung einer Erklärung zu Islamfeindlichkeit und Antisemitismus. Ziel sei es die Religionsfreiheit der Bürger zu stärken.
Am Sonntag soll sich die Gruppe „Juden in der AfD gründen“. Jüdische Vertreter sehen in diesem Vorhaben eine Instrumentalisierung der Juden. Die AfD sei und bleibe weiterhin antisemitisch.